Wir spürten seine Liebe und wir verspürten den tiefen Frieden unseres Heilandes

    Familie Schulze (c) Intellectual Reserve Inc., 2018

    Sehnsüchtig und voller Vorfreude sahen wir dem kurz bevorstehenden Tag der Geburt unseres kleinen, fröhlichen und lockigen Sohnes Jonathan entgegen.

    Es geschah an einem Sonntag, als wir mit den Großeltern in einer Abendmahlversammlung saßen und meine Frau viele wilde Klopfer und Bewegungen unseres Jungen bemerkte, was uns normalerweise immer mit Freude erfüllte. Etwas war dieses mal jedoch anders. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass unser Sohn dabei war, Abschied von uns zunehmen, als wir unsere Hände auf den Bauch legten. 

    In diesem Moment sang ein Kirchenchor ein besonderes und sehr bewegendes Lied über Christus, das ich damals in einem Jugendchor schon einmal sang mit dem englischen Titel: 'This is the Christ'.

    Ein Lied, das mich schon als Jugendlicher sehr berührt hat und mich Christus spüren lassen hat.

    Ein Lied das auf sehr berührende Weise von der Macht des Sühnopfer Christi Zeugnis ablegt, von der Macht der Erlösung und Heilung von Sünde, Schmerz und auch Kummer und der tiefen Hoffnung auf ewiges Leben und ein Weiterleben nach dem Tod. 

    Das wir genau darauf angewiesen sein würden mehr als andere, wurde uns später bewusst, als wir am gleichen Tag keine Herztöne mehr hören konnten. Jonathan lenkte also unseren Blick in unser größten Tragödie direkt auf Christus.

    Kurz gesagt, erlebten wir auf sehr intensive Weise, dass das Evangelium Jesu Christi weder auf leeren Phrasen noch nutzlosen Worthülsen fußt, sondern eine reale Brücke über die Kluft unseres damals in trümmerliegenden Lebens und Seelenschmerzes schlug, indem wir einen tiefen Frieden und die Liebe unseres Erlösers tagtäglich spüren durften. Wir spürten auch Jonathans Geist bei der Geburt und der anschließenden Beerdigung. Wir spürten seine Liebe und wir verspürten den tiefen Frieden unseres Heilandes in dieser Zeit, der uns buchstäblich getragen hat und vermittelte, das alles gut und in Gottes Hand gelegt ist. Die Hoffnung unseren geliebten Sohn in einer nächsten Welt bei Gott und Christus wieder anzutreffen, ist für uns ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. So schmerzhaft dieses Erlebnis auch gewesen war, so war es für uns auch eine sehr heilige und besondere Zeit, die uns unserem Erlöser näher gebracht hat und die wir daher nicht mehr missen wollen. Das Wissen, dass in Christus Familien über den Tod hinaus weiter Bestand haben können, schenkt uns auch heute eine hoffnungsvolle Perspektive für unser gesamtes Leben als Familie.