Warum die Familiengeschichte so wichtig ist: Verbindung zur Vergangenheit

    Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind der Ansicht, dass Familienforschung Freude macht und ihnen Kraft geben kann, den Alltag zu bewältigen. Familiengeschichte, Genealogie und Ahnenforschung tragen dazu bei, Familienbande zu stärken – hier auf Erden und auch mit unseren verstorbenen Angehörigen.

    Oma und Enkel schauen sich ein Buch mit alten Fotos an
    Durch die Familienforschung fühlen sich viele Mitglieder der Kirche mit ihren Vorfahren verbunden.

    Für Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage steht die Familie an oberster Stelle. Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi glauben daran, dass familiäre Bindungen über den Tod hinaus bestehen bleiben können. Unsere Familie besteht also nicht nur aus der lebenden Verwandtschaft, sondern auch Großeltern, Vorfahren und anderen Familienangehörigen, die schon verstorben sind. Wenn wir Ahnenforschung und Familiengeschichte betreiben, entsteht ein Gefühl der Verbundenheit zu allen Generationen unserer Familie.

    Warum ist den Mitgliedern der Kirche Familiengeschichte so wichtig?

    Mehr darüber zu wissen, wer man ist und woher die Familie stammt, stärkt das Zugehörigkeitsgefühl. Viele befassen sich mit Genealogie und haben dadurch in schwierigen Zeiten Kraft gefunden, weil sie mehr darüber erfahren haben, wie ihre Vorfahren Schwierigkeiten bewältigt haben. Die Bindung zwischen vergangenen und gegenwärtigen Generationen wird stärker, wenn man mehr über verstorbene Angehörige in Erfahrung bringt. Und wer mit seinen Eltern, Kindern und Geschwistern über die Familiengeschichte spricht, verbringt Zeit mit ihnen und stärkt den Zusammenhalt in der Familie. Viele Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage führen Tagebuch und schreiben ihre eigene Familiengeschichte auf, um Kindern und Enkelkindern Einblick in ihr Leben zu gewähren.

    In welchem Zusammenhang stehen Familiengeschichte und Tempel?

    Die Liebe, die wir zu unseren Vorfahren entwickeln, weil wir mehr über sie erfahren, kann über dieses Leben hinausreichen. Der Tempel macht es möglich, dass die Familie für immer und ewig vereint bleibt. Ein Grund, weshalb die Mitglieder der Kirche Familienforschung betreiben, besteht darin, dass sie die Namen ihrer Vorfahren mit in den Tempel nehmen können, um sich dort für sie taufen zu lassen und als Familie über Generationen hinweg aneinander gesiegelt zu werden.

    Warum ist das wichtig?

    Gott liebt alle seine Kinder. Er wünscht sich, dass sie nach dem Erdenleben zu ihm zurückkehren und bei ihm leben. Dazu müssen bestimmte Verordnungen, also heilige Handlungen, vollzogen werden. Sie müssen zum Beispiel getauft werden und die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Allerdings hatten viele Kinder Gottes im Erdenleben gar nicht die Möglichkeit, diese errettenden heiligen Handlungen zu empfangen.

    Glücklicherweise leben wir nach dem Tod als Geistwesen weiter, und auch die Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi wird im Jenseits fortgesetzt.  Viele Kinder Gottes, die bereits verstorben sind, verspüren den Wunsch, heilige Handlungen wie die Taufe durch einen Stellvertreter zu empfangen.

    Gott hat den Mitgliedern seiner Kirche den Auftrag gegeben, Tempel zu bauen, wo die Verordnungen vollzogen werden können, die die Familie für immer vereinen. Verstorbene können selbst entscheiden, ob sie diese heiligen Handlungen oder Verordnungen annehmen möchten oder nicht.

    Wie kann ich meinen eigenen Stammbaum erstellen?

    Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verfügt mit mehr als einer Milliarde genealogischer Aufzeichnungen über eines der weltweit größten Archive für Familienforschung. Viele dieser Aufzeichnungen sind online und gratis über FamilySearch.org verfügbar. Erstellen Sie Ihren eigenen Stammbaum gratis auf FamilySearch.org oder erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Familie und des Tempels.


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