Warme Pullover erfreuten syrische Kinder

    Warme Pullover erfreuten syrische Kinder

    Dresden: Seit vielen Jahren strickt Ursula Zimmermann aus der Gemeinde Dresden wunderschöne kuschelweiche Kinderpullover. Im Februar 2015 wird sie 92 Jahre alt. Auf die Frage, wie viele sie denn schon angefertigt habe, sagte sie: „Ach, das sind so viele, dass ich aufgehört habe, sie zu zählen.“ Seit einigen Jahren kann sie nicht mehr so gut gehen und ihre Wohnung im 3. Stock verlassen. In ihrem gemütlichen Heim habe sie alles, was sie brauche, meinte sie. Sie wird gut vom Pflegepersonal betreut, bekommt ihr Essen und in ihrer „Freizeit“ strickt sie mit dem Gedanken, dass eben dieser Pullover einmal ein armes Kind tragen wird.

    Dresden:


    Die syrischen Mütter bestaunen die hübschen handgefertigten Pullover. (Foto von Eva-Maria Bartsch)

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    Gerade hat sie wieder eine große Tüte mit 14 Stück an den Dresdner Tafel e. V. gegeben. Mit leuchtenden Augen berichtete sie: „Meine Betreuerin, die sie an die Tafel gegeben tat, sagte, dass ihr die Pullover fast aus den Händen gerissen wurden.“

    15 Stück gab sie auch der Öffentlichkeitsbeauftragten der Gemeinde Dresden, E.-M. Bartsch, die zur Vergabe Kontakt mit der Ausländerbeauftragten für arabisch sprechende Flüchtlinge aufnahm. Begeistert von so einem Geschenk organisierte die Dame ein Treffen mit syrischen Familien. In einer Wohnung kamen 3 Familien mit vielen Kindern zusammen. Sie hatten alle schon eine befristete Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Vor vier Monaten mussten sie ihre Dörfer verlassen, weil ihnen die Ermordung drohte. Seit dem sind sie in Dresden. Die Kinder unterschiedlichen Alters besuchen jetzt eine normale Grundschule. Während sie die deutsche Kommunikation etwas verfolgen konnten, waren die anwesenden Mütter und ein Vater total der deutschen Sprache unkundig. Auf die Frage, ob sie für immer in Deutschland bleiben wollten, sagten sie: „Momentan können wir nicht in unsere Heimat zurück, aber wenn die furchtbare Situation vorbei ist, möchten wir wieder in unser Land ziehen.“


    „Den behalte ich gleich an.”, entschied das Mädchen - (Foto von Eva-Maria Bartsch)

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    Als die Kinder und Mütter die hübschen Pullover sahen, konnten sie ihre Begeisterung nicht verbergen. Die Kinder suchten sich die passenden aus und zogen sie gleich an. Ihre dunklen Augen strahlten dabei.

    Es wurde noch viel erzählt, z. B. über die fehlende Schulpflicht in ihrem Land, dass die Jungs schon von klein auf arbeiten müssten und das wichtigste Werkzeug ihre Hände seien.


    Mit strahlenden Augen freut er sich, dass ihm auch noch einer passt. - (Foto von Eva-Maria Bartsch)

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    Auch diese Menschenkinder liebt Gott und sie lieben und verehren Ihn, wenn gleich er bei ihnen einen anderen Namen hat.

    Beim Abschied bedankten sie sich herzlich: „Wir können der alten Frau und Ihnen nicht so unsere Dankbarkeit zeigen, wie wir es möchten. Aber wir wissen, dass Gott sie dafür belohnen wird.“