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Stehende Ovationen für Rachel Willis-Sørensen und Johannes Wulff-Woesten

Stehende Ovationen für Rachel Willis-Sørensen und Johannes Wulff-Woesten

Am Vormittag unterrichtete Schwester Willis-Sørensen noch in ihrer PV-Klasse und nahm dann mit ihrem Mann Rasmus Sørensen und ihrem Töchterchen Lydia an der Abendmahlsversammlung teil. Beide absolvierten in Deutschland eine Vollzeitmission und sprechen somit ein sehr gutes Deutsch. Sie ist Amerikanerin und er Däne. Seitdem sie seit 2012 ein festes Engagement an der Dresdner Semperoper hat, gehören sie zur Gemeinde Dresden. Ende Mai 2015 wird ihre kleine Familie durch Zwillinge vergrößert.

Die Künstlerin studierte an der Bigham Young Universität Gesang, gewann 2010 die Metropolitan Opera National Council Audition sowie beide Kategorien des 2011 Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbes. Sie ist Preisträgerin des Richard Tucker Career Grant 2014 und Gewinnerin des 1. Platzes beim Oper Alia Gesangswettbewerb 2014. Sie singt am Royal Opera Hous London, an der Houston Grand Opera, der Metropolitan Opera, New York und anderen berühmten Opernhäusern. Gemeinsam mit dem Bariton Bryn Terfel führte sie 2013 eine Konzerttournee in Skandinavien durch. 2014 sang sie den Sopran in Beethovens 9. Sinfonie mit der Accademia della Santa Cecilia unter Antonio Pappano und Mahlers 2. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden unter Myung Whun Chung.

Bei dem heutigen Konzert wurde sie am Flügel von Johannes Wulff-Woesten, Pianist, Dirigent und Komponist begleitet. Er ist neben vielen anderen musikalischen Erfolgen als Solorepititor an der Dresdner Semperoper und bei den Bayreuther Festspielen tätig.

In hoher Virtuosität und tonaler Einheit von Gesang und Instrument erklangen Lieder von Edward Elgar, Jean Sibelius, Richard Strauss und David Fletcher. Das Publikum war begeistert von der großartigen Stimme, die sehr leidenschaftlich und dann wieder kraftvoll mit Ausdruck hohen Anspruchs erklang. Mit Hochachtung wurde auch geäußert, dass die Sängerin alle Texte frei in den verschiedenen Originalsprachen erklingen ließ. Selbst eine der drei Zugaben, das Lied an den Mond der Rusalka von Antonín Dvořák, sang sie auf Tschechisch. Der Applaus wollte nicht enden. Nur das Mitgefühl für die hochschwangere Sängerin ließ den Beifall beenden.

Unter den Anwesenden waren auch etwa 120 Gäste, die nicht Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind. „Vielen, vielen Dank dass Sie mich eingeladen haben, es war ein großartiges Erlebnis hier in Ihrer Kirche“, sagte eine von ihnen.