Hilfstaschen und „Herzlich willkommen“ auf Arabisch

    Hilfstaschen und „Herzlich willkommen“ auf Arabisch

    „Dieser Tag war eine Besonderheit, geprägt von Hilfsbereitschaft, Miteinander und Fröhlichkeit“, sagt Steffi Mayer aus der Gemeinde Linz über den Salzburger Schwesterntag 2016. Viele Frauen der Kirche nahmen am 30. Mai eine mehrstündige Anreise nach Neumarkt am Wallersee auf sich, einige per Bahn, andere mit Privatautos, doch die gemeinsame Fahrt stimmte sie, wie mehrfach zu hören war, durch die Gelegenheit zur Kommunikation und zum Gedankenaustausch umso besser auf das ebenso gesellige wie geistige Beisammensein und das diesjährige Hilfsprojekt ein.

    Bei der Menge an Workshop-Angeboten fiel den Teilnehmerinnen die Wahl schwer. Hier gab es: „Das 5-Finger- Familien Modell“, „Herausforderungen der heutigen Zeit meistern“, „Es ist niemals zu früh und niemals zu spät“, „Wir müssen das Göttliche in uns entdecken“, „Vegan und basisch“, „Glass etching“, „Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor“, „Montessori – was ist das?“, „Natürliche Sonnencreme“, „Nachhaltig schlank und fit!“, „Computer Crash-Kurs“, „Treffpunkt Tanz“, „Möchtest du mich begleiten?“ und das diesjährige Hilfsprojekt unter dem auf Jesus Christus verweisende Motto „Wir sind seine Hände!“.

    Nach dem Aufruf vieler Führer und Führerinnen der Kirche engagieren sich auch in Österreich immer mehr Mitglieder, sei es privat oder in verschiedenen Organisationen, dort, wo Hilfe am nötigsten gebraucht wird, nämlich in der Unterstützung von Flüchtlingen. Im Rahmen ihres traditionellen Projektes zum „Dienst am Nächsten' entschloss sich die Salzburger Schwesternschaft heuer, die private Organisation „Staßwalchen HILFT“ zu unterstützen. Bei Besprechungen mit der vor Ort tätigen Hilfsorganisation erhielt man eine Liste der benötigten Hilfsgüter, wobei sich herausstellte, dass die aus Krisengebieten wie Syrien neu ankommenden Asylwerber am dringendsten Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel benötigten.

    Die leitenden Schwestern suchten nach einer Möglichkeit, um, wie geplant, vierzig Lebensmitteltaschen möglichst kostengünstig befüllen zu können. Dabei entdeckten sie zu ihrer großen Freude den Bericht in der Ausgabe des Generakonferenz-Liahona vom November 2015, in dem es um Flüchtlingshilfe ging.

    Mit Hilfe von 'LDS Charities', dem humanitären Zweig der Kirche, konnten neben Hygieneartikeln auch kiloweise Reis, Bulgur, Kichererbsen, Rote Linsen usw. eingekauft und am Schwesterntag in die von einer fleißigen Schwester mit viel Geschick, Liebe und Sorgfalt selbstgenähten und beschrifteten Stofftaschen verpackt werden.

    Als Willkommensgruß für die vor Krieg und Hunger Geflüchteten wurde auch für ein noch Ungeborenes, das in einigen Wochen das Licht der Welt erblicken sollte, eine kuschelige Babydecke genäht. Einer der Asylbewerber unterstütze die Frauen dabei, die vorgefertigten Anhänger für die Lebensmitteltaschen, mit dem jeweiligen Vornamen des Empfängers und einem „Herzlich Willkommen“ in ihrer Muttersprache (Arabisch, Farsi) zu beschriften. Dies war als weiteres Zeichen der Wertschätzung gedacht.

    Bei der Übergabe der Willkommenstaschen begrüßte Frau R. Neuhofer, die gemeinsam mit ihrem Ehemann die Plattform „Straßwalchen HILFT“ gegründet hat, die Frauen der Kirche mit den Worten: „Darf ich Schwestern sagen?!“ Nach ihren Dankesworten, gab sie den Anwesenden einen kurzen Einblick dazu, wie sie zu ihrem Engagement, sich für diese heimatlosen Mitmenschen einzusetzen, gekommen ist. Sie erzählte auch über die Freude an Erfolgen und über so manch glückliche Augenblicke.

    Es war für die Teilnehmerinnen des Pfahl-Schwesterntag (leider) eine kurze, aber umso kostbarere Zeit, miteinander und ganz besonders auch mit dieser mitfühlenden, tatkräftigen und gläubigen Frau (Schwester) Seite an Seite, SEINE HÄNDE sein zu dürfen. Der Segen und der Einfluss des Heiligen Geistes war sehr zu spüren.

    „Und was auch immer die Menschen bewegt, Gutes zu tun, ist von mir“ ( Ether 4:12 ).