Hilfe im Asylantenheim München

    Hilfe im Flüchtlingsheim München

    München (EM): Durch die Medien auf die äußerst schwierige Lage im Erstaufnahmelager für Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten aufmerksam gemacht, wollten viele Brüder und Schwestern aus dem Pfahl München helfen. Aus diesem Grund nahmen Eva Hettenkofer, die Öffentlichkeitsbeauftragte und Phil Johnson 2014 Kontakt mit der Leiterin der Bayernkaserne und des Flüchtlingsheimes, Frau Ramsews auf.

    München

    Hocherfreut über das spontane Angebot, nannte sie die wichtigsten Anliegen: Eine Kinderbetreuung mit Deutschunterricht und das Sortieren und die Ausgabe von Kleidungsstücken. Als sehr wichtig stufte sie den Einbau einer Trennwand in Trockenbauweise ein, wodurch die Arbeit der Sozialarbeiter erleichtert werden sollte. Spenden von Kleidung und Spielsachen seien immer erwünscht.

    Durch Phil und Cora Johnson wurde die Kinderbetreuung organisiert und durchgeführt. Unter der Leitung von Silvia Primas, der FHV Leitung der Gemeinde München I konnte die Mithilfe bei der Kleiderausgabe und das Sortieren der Sachen nach Größen geregelt werden. Die freiwilligen Helfer, die bereits ehrenamtlich tätig waren, freuten sich über die tatkräftige Unterstützung. Bei der Arbeit berichteten sie über erschütternde Schicksale der Flüchtlingsfamilien und ihrer teilweise jahrelangen Odyssee nach München.

    Mit großem Engagement sammelten die Münchner Gemeinden und die Gemeinde Augsburg überwiegend Kinderkleidung und Spielsachen.


    170 Weihnachtspäckchen warten auf die Übergabe an die Flüchtlingsfamilien - (Foto von Angelika Reisinger)

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    Die Trockenwand wurde ein Dienstprojekt der Brüder unter der fachmännischen Leitung des Pfahlpräsidenten Michael Auras. Am 15. August 2014 genehmigte die bayrische Staatsregierung, dass die Materialien dafür von einem Baustoffhandel geliefert werden und somit die handwerklich begabten Brüder ans Werk gehen konnten. Da wurde gesägt, gehämmert, geschraubt und so manch einer kam ins Schwitzen. Die Bewohner des Flüchtlingsheims schauten immer wieder neugierig vorbei. Einer sagte, dass er gerne mitmachen würde, da er gelernter Schreiner sei, aber er dürfe nicht. Zum Schluss wurde noch gestrichen und die Fußbodenleisten angebracht. Zufrieden über die saubere Arbeit und das gelungene Projekt bedankten sich die Sozialarbeiter und im besonderen Maße Frau Ramzews sehr herzlich.


    Die Wand steht und die fleißigen Arbeiter sind froh über ihr Werk. (Michael und Simon Auras, vorn, Matthias Kuchar, Eva Hettenkofer, Ingrid Reck, 2.R., Christof Reck, Ludwig Hettenkofer, Phil Johnson, hinten v. li.) - (Foto von Eva Hettenkofer)

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    Leider musste das Dienstprojekt wegen einer Masernepidemie im November einige Wochen unterbrochen werden. In dieser Zeit erfolgte eine Umstrukturierung der Flüchtlingsheime, sodass der Einsatz sein Ende fand.

    Ein weiterer Höhepunkt in dem Gesamtprojekt ergab sich aus dem Aufruf an alle Schwestern des Pfahles. In Absprache mit der Asylleitung wurde darum gebeten, für die Familien Päckchen zu spenden, in dem Hygieneartikel für Männer, Frauen und Kinder, Müsliriegel, sowie ein kleiner Zeichenblock, Farbstifte und ein Kuscheltier enthalten sein sollten. 170 liebevoll verpackte Päckchen kamen aus den Gemeinden zusammen. Die Pfahl-FHV-Leitung war freudig erstaunt über die Großzügigkeit der Schwestern. Kurz vor Weihnachten wurden die Geschenke im Erstaufnahmelager verteilt. Die Freude der Menschen war überschwänglich und die Kinder tanzten vor Begeisterung mit ihren Kuscheltieren.

    Auch wenn die meisten der Zuwanderer nicht Weihnachten feiern, weil sie nicht dem christlichen Glauben angehören, zeigten sie sich beglückt über die herzliche Geste des Willkommens in Deutschland.