Happy Helping Day in Bonstetten

    Happy Helping Day in Bonstetten

    Bonstetten in Österreich: Am 20. Juni 2015 füllte sich die Kapelle im Gemeindehaus Bonstetten, Pfahl St. Gallen, mit mehr als 120 fröhlichen und motivierten Schwestern und einigen Brüdern. Viele brachten ihre Freunde und Nachbarn mit. Sie waren alle bereit, ihren vollen Einsatz für drei verschieden Hilfsprojekte zu geben. Mit der Gewissheit wirklich sinnvolle Hilfe zu leisten, wurde dieser Anlass für die Beteiligten tatsächlich zu einem Happy Day.

    Projekt 1: Kleidung und Schuhe für Rumänien (Titelfoto)

    Kleider und Schuhe, die zum Teil schon am Tag zuvor gebracht worden waren, wurden sortiert und verpackt. Noch am selben Nachmittag holte ein Lastwagen der „Internationalen Direkthilfe“, einer gemeinnützigen Hilfsorganisation aus der Schweiz, die über 170 Schachteln für den nächsten Transport nach Rumänien ab. „Das ist eine willkommene Gelegenheit“, meinte eine Dame aus der Nachbarschaft, „weil ich weiss, dass unsere Kleider direkt an bedürftige Menschen verteilt werden.“

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    Die fröhliche Strickrunde (Foto von Jennifer Klaumünzner)

    Projekt 2: Mützchen und Söckchen für Neugeborene in Sambia

    Bequeme Sessel und Körbe voller bunter Wolle standen für jene Frauen bereit, die für Neugeborene im St. Lukes Hospital in Sambia Mützchen und passende Söckchen strickten. Es waren Schwestern dabei, die weit über 80 Jahre alt sind und schon viele Sets für Neugeborene zu Hause gestrickt und am „Happy Helping Day“ mitgebracht haben. Es war eine fleißige und fröhliche Gruppe, die zusammen plauderte und ihre Erfahrungen über das Stricken, aber auch über das Leben, austauschte.

    Das St.Lukes Hospital steht unter der medizinischen Leitung des Schweizer Ärzte-Ehepaars Kathrin und Matthias Furrer. Seit mehr als vier Jahren werden sie von Mitgliedern der Kirche in ihrem Bestreben, den Neugeborenen einen bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, unterstützt. Die kleinen Mützchen helfen den Neugeborenen, ihre Körpertemperatur konstant zu halten und tragen so dazu bei, die Kindersterblichkeit in Sambia zu verringern.

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    Die unermüdlichen Näherinnen (Foto von Jennifer Klaumünzner)

    Projekt 3: Hygiene-Artikel für Mädchen und junge Frauen

    Erstmals in der Schweiz hat sich ein Team von Frauen der internationalen Non-Profit-Organisation „Days for Girls“ angeschlossen. Unter ihrer Leitung schnitt eine Gruppe die bunten Stoffe und Einlagen zu, während weitere Gruppen die Zwischenschritte ausführten. Im Nähzimmer wurde an vielen Nähmaschinen gearbeitet, die Nähte auseinander gebügelt und die farbenfrohen Stoffe weiterverarbeitet. So entstanden ausgeklügelt entwickelte, mehrfach verwendbare Stoffbinden. Eine Schwester meinte, als sie einen Blick in den Nähraum mit den konzentriert arbeitenden Schwestern warf, dass sie an ihre Schulzeit zurück erinnert werde, als das Nähzimmer nach Maschinenöl roch und sich das Rattern der Maschinen mit dem frohen Gelächter der Näherinnen verband. Auch wenn ab und zu kleine Nähfehler bei der Weiterverarbeitung entdeckt wurden und die beanstandeten Arbeiten wieder an die Näherinnen zurück gegeben werden mussten, so geschah dies immer höflich und auf wohlwollende Art und Weise. Die Stoffbinden werden zusammen mit Slip, Waschlappen und Seife, in einem bunten Stoffbeutel an Mädchen und Frauen abgegeben, die keinen Zugang zu Hygiene-Artikeln haben - Dinge, die für uns eine Selbstverständlichkeit sind.

    Ann Lewis, eine Gruppenleiterin bei Days for Girls in Utah, erklärte: “Es ist ein Problem, das nicht nur tief im afrikanischen Busch besteht, sondern immer und überall, wo ein Vater sich entscheiden muss, entweder Essen für seine Kinder oder ein einmal verwendbares Wegwerfprodukt für seine Tochter zu kaufen.“ Weiter sagt Ann: „Für die Mädchen, die diese Beutel erhalten, ist es lebensverändernd.“

    Die ersten in der Schweiz genähten und zusammengestellten Hygiene-Pakete werden von Schwester Odavic aus der Gemeinde Richterswil persönlich nach Nepal gebracht.

    Um die Mittagszeit herum stand ein wunderbares Buffet bereit, das von eifrigen Brüdern liebevoll vorbereitet worden war. Die Schwestern konnten köstliche Brotaufstriche, Gemüse, Früchte und Desserts genießen. Interessante Gespräche und ein reger Austausch entstanden während dieser wohlverdienten Mittagspause.

    Der „Happy Helping Day“ wurde ein großer Erfolg. Mehrere hundert Einzelteile wurden angefertigt. Sie werden im Happy Weekend zu kompletten Hygienebeuteln zusammengestellt. Kleider, Schuhe und Spielsachen werden einen guten Platz finden und Neugeborene in Afrika werden in ihren farbigen, selbstgestrickten Mützchen einen besseren Start ins Leben haben.