Fußballturnier der Kirche mit Asylbewerbern

    Fußballturnier der Kirche mit Asylbewerbern

    Wolgast (MD): Am 29. März 2014 fand in Wolgast schon zum 15. Mal das traditionelle Fußballturnier um den Ostseepokal statt. In diesem Jahr gab es allerdings etwas ganz besonderes, das dieses Turnier zu etwas Außergewöhnlichem machen sollte.

    Wolgast

    Normalerweise waren bisher Gemeinden aus den umliegenden Pfählen eingeladen. Allerdings deutete in diesem Jahr schon frühzeitig alles darauf hin, dass nicht so viele Mannschaften kommen können. Also haben sich die Organisatoren Bruder Christian Seidl und Bruder Paul Wiese dafür entschieden, Kontakt zum Asylbewerberheim in Wolgast aufzunehmen und eine Mannschaft von dort einzuladen.

    Der erste Kontakt war Herr Jörg Wojciechowski, der Leiter des Vereins “Home Care“. Dieser war sehr begeistert von der Idee und sicherte gleich beim ersten Gespräch schon die Teilnahme einer Mannschaft zu. Er deutet aber auch gleich an, dass er auch die Heime der Städte Greifswald, Anklam und Torgelow fragen wolle.

    Ein paar Tage später wurden insgesamt 5 Teams gemeldet. Das war 10 Tagen vor dem Veranstaltungstermin! Allerdings wurde dies als eine noch größere Chance erkannt, die Kirche besser bekannt zu machen. Bei den Verantwortlichen der Stadt Wolgast wurde die Bitte um Unterstützung sehr positiv aufgenommen. Am Ende wurde der Kirche zugesichert, dass die Hallenmiete entfällt und außerdem wurden Gelder bewilligt, um drei große Pokale zu kaufen und zu gravieren. Neben der Platzierung wurde auch das komplette Logo der Kirche eingraviert. Es gab sogar eine Presseankündigung auf der Titelseite der Regionalzeitung.

    Das Turnier wurde ein voller Erfolg. Neben den Teams der Asylbewerber aus Wolgast, Greifswald,  Anklam und Torgelow nahmen die „Wolgaster Haie“ am Turnier teil. Zudem kam eine Mannschaft aus der Gemeinde Berlin Marzahn angereist. Einer der Schiedsrichter kam von ausserhalb der Kirche, ist aber inzwischen sehr gut mit den Mitgliedern befreundet ist. Ein anderer Schiedsrichter war Bruder Lutz Wolf aus dem Zweig Neubrandenburg. Die Beiden leisteten trotz enormer  Sprachprobleme mit den Spielern, eine große Arbeit und sorgten letztlich für Frieden und Ordnung auf dem Spielfeld. Auch die beiden Elders beteiligten sich am Turnier. Eggli bediente zusammen mit Bruder  Berbig die Anzeigetafel und kümmerten sich um die Statistik, während Elder Wilde im Team des Zweiges Greifswald/Wolgast mitspielte. Außerdem legten die Missionare überall Flyer aus und stellten noch eine große Leinwand mit einem Bild von Jesus Christus auf.

    Zu Beginn des Turniers nahm Bruder Wiese die Gelegenheit für einen kurzen geistigen Gedanken wahr, welcher von Elder Wilde gleich ins Englische übersetzt wurde. Es ging natürlich darum, das wir trotz unterschiedlicher Sprachen, Abstammung und Hautfarbe alle von einem liebenden Himmlischen Vater abstammen. Elder Wilde sprach dann noch das Anfangsgebet und schon rollte der Ball.

    Am Ende des Tage und nach einem wirklich sehr spannenden Finale, standen die „Wolgaster Haie“ als Gewinner fest. Den Zweiten Platzt belegte das Asylbewerberteam aus Wolgast (Wolgast/Afrika). Der Zweig Wolgast belegte den dritten Platz.

    Es wurden ca. 150-170 Teilnehmer und Besucher registriert. Etwa 80 bis 90 davon allein waren Asylbewerber. Der Rest bestand aus anderen Freunden und Mitgliedern. Am Dienstag erschien dann ein Artikel im Regionalsportteil der Ostseezeitung.