Ein Brautkleid aus Fallschirmseide

    Ein Brautkleid aus Fallschirmseide

    Dortmund (MD): Mit einem besonderen Kleid wurde die Brautkleider-Modenschau, im Rahmen des Schwesterntages des Pfahles Dortmund, am 12. Oktober 2013 eröffnet. Die Urenkelin der Braut, Elyssa Lipke, präsentierte dieses „Kleid mit Geschichte“ den über 100 anwesenden Zuschauerinnen. Margitta Kleinert, die die Moderation übernahm, gab zunächst einen kurzen Überblick über die Moderichtung der entsprechenden Zeit und erläuterte dann den Hintergrund:

    Dortmund

    Elyssas Urgroßvater, zu dieser Zeit noch verlobt, hatte mit einer kleinen Gruppe von Männern einen Fallschirm gefunden. Da er bald heiraten wollte, wurde der Fallschirm ihm zugesprochen; und aus der Fallschirmseide wurde ein Brautkleid genäht. Jedoch verstarb kurz vor der Hochzeit der Vater der Braut. Diese heiratete, aufgrund des Todesfalls, dann in Schwarz. So hatte Elyssas Urgroßmutter an ihrem Hochzeitstag, dem 09.Juni 1945, dieses besondere Kleid gar nicht tragen können.


    Elyssa Lipke präsentiert das Hochzeitskleid ihrer Urgroßmutter aus dem Jahre 1945 - (Foto von Sabine Roth)

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    Das Brautkleid aus Fallschirmseide kam erst 45 Jahre später zum Einsatz, nämlich am 07. Dezember 1990 zur Hochzeit von Elyssas Mutter Christa Lipke, der Enkelin der Braut.

    Etwa 20 weitere Brautkleider aus acht Jahrzehnten wurden auf dem mit einem roten Teppich ausgelegten Laufsteg von einigen Jungen Damen des Pfahles, aber z.T. auch von den Bräuten selbst, vorgeführt: Jedes Kleid individuell und auf seine Weise wunderschön – und jedes Brautkleid mit seiner eigenen Geschichte. Für alle Beteiligten war dies ein besonderer Höhepunkt an diesem Nachmittag, als die Schwestern unter dem Motto „Glücklichsein“ zusammen kamen.