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Die Segnungen und die Macht des Priestertums

Die Segnungen und die Macht des Priestertums

Botschaft der Gebietsführerschaft
 

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Elder Joaquim Moreira, Portugal
Gebietssiebziger


Gebietssiebziger

Vor kurzem trat unsere Tochter Ruth in der Brasilien-Mission São Paulo Süd ihren Dienst an. Ehe sie abreiste, fuhren wir alle gemeinsam zum Tempel in Madrid, damit sie dort ihr Endowment empfangen konnte. Dieses Erlebnis hat uns als Familie in großer Einigkeit zusammengeführt.

Zur Vorbereitung unserer Tempelfahrt waren wir alle zusammengekommen, um die Namen unserer Vorfahren zusammenzustellen, für die wir die errettenden Verordnungen vornehmen wollten.

Es war eine einmalige Erfahrung für uns alle. Wir fühlten uns jedem Einzelnen von ihnen in großer Liebe verbunden und hatten den Wunsch, eines Tages in der Ewigkeit wieder mit ihnen zusammen zu sein und unsere Erfahrungen auf dieser Erde miteinander auszutauschen.

Die Tempelverordnungen sind heilig. Es sind Amtshandlungen, die mit der Vollmacht des Priestertums ausgeführt werden und für unsere Erhöhung unerlässlich sind. Unser Vater im Himmel vergisst seine Kinder niemals. Er denkt genauso an diejenigen, die noch leben, wie an diejenigen, die schon dahingeschieden sind.

Diese Erfahrung hat uns bestätigt: „Wir sind seine Kinder. … Er liebt uns. … Er möchte zu uns sprechen. Wir können aufrichtig zu ihm beten und dadurch mit ihm in Kontakt treten.“1 Wir haben auch gespürt, wie eine Schriftstelle sich erfüllte: „Darum wird in seinen Verordnungen die Macht des Göttlichen kundgetan.“2

In dieser letzten Evangeliumszeit sind die Erwartungen groß, was die Errichtung Zions betrifft. Dass man die Segnungen und die Macht des Priestertums genießen kann, ist ein wichtiger Schritt bei diesen wichtigen Ereignissen.

Zu den Segnungen, die mit dem Priestertum einhergehen und die allen Menschen in dieser Evangeliumszeit zugutekommen, gehören:

  • die Wiederherstellung des Evangeliums
  • die wahre Erkenntnis Gottes, unseres ewigen Vaters
  • die Bedeutung des Wissens um die sittliche Entscheidungsfreiheit in unserem Leben

Damit alle seine Kinder dieses Wissen erlangen, hat der Erlöser gesagt: „Siehe, ich werde mein Werk in seiner Zeit beschleunigen.“3

Um dieses Werk zu beschleunigen, müssen wir hier auf der Erde die errettenden heiligen Handlungen durchführen. Heilige Handlungen wie die Taufe oder die Konfirmierung sind es, durch die wir etwas über die Macht und die Liebe Gottes erfahren, sodass wir seinen Einfluss in unserem Leben verspüren.

Die Macht des Priestertums kann man nur sehen, wenn sie ausgeübt wird: „Siehe, ich werde euch das Priestertum durch die Hand des Propheten Elija offenbaren, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Und er wird die Verheißungen, die den Vätern gemacht worden sind, den Kindern ins Herz pflanzen, und das Herz der Kinder wird sich ihren Vätern zuwenden. Wenn es nicht so wäre, würde die ganze Erde bei seinem Kommen völlig verwüstet werden.“4

Die Verheißung des Propheten Elija wird auch durch das Auftauchen des Buches Mormon erfüllt, auf dessen Titelseite zu lesen ist, es solle „dem Überrest des Hauses Israel zeigen, was der Herr Großes für ihre Väter getan hat; und sie sollen … erkennen, dass sie nicht für immer verstoßen sind“5.

Wegen dieser Verheißungen habe ich mich mit all dem Großen befasst, was der Herr unseren Vätern Adam, Henoch, Noach, Abraham und Isaak hat angedeihen lassen, denn ich wollte die Gegenwart besser verstehen und am Erlösungswerk sowohl für die Lebenden als auch für die Toten mitwirken. Daraus ist in mir der große Herzenswunsch entstanden, mich an der Missionsarbeit zu beteiligen und meine Vorfahren zu retten und daran zu arbeiten, dass die errettenden Verordnungen für sie durchgeführt werden.

Ich kann mich noch lebhaft an den Tag erinnern, als ich mich taufen ließ und als Mitglied der Kirche konfirmiert wurde. Die erste Amtshandlung, die ich und mein Bruder übernahmen, war, die Geschichte unserer Familie festzuhalten. Es ist mir unvergesslich, wie viel Liebe wir für jeden Einzelnen empfanden, als wir feststellten, was jeder geleistet und geopfert hatte. Der Glaube, der uns dazu brachte, Meldestellen aufzusuchen, um weitere Daten zu erhalten, stärkte unser Zeugnis von Jesus Christus und unseren Glauben an ihn. Es entstand auch ein Gespür für die ewige Einheit der Familie.

Ich bin ewig dankbar für die Gewissheit, dass Joseph Smith mit seinen 14 Jahren beschloss, Gott, den ewigen Vater, zu fragen, „welche von allen Glaubensgemeinschaften Recht hätte“6. Dadurch bin ich nun in der Lage, die Segnungen und die Macht des Priestertums in meinem Leben und im Leben meiner Familie zu genießen.

Anmerkungen

  1. Verkündet mein Evangelium!, Seite 36
  2. LuB 84:20
  3. LuB 88:73
  4. LuB 2:1-3
  5. Titelblatt des Buches Mormon
  6. Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:18