50 Jahre Gemeindehaus in Lübeck

    50 Jahre Gemeindehaus in Lübeck

    Lübeck: 1999 feierte die Gemeinde Lübeck schon ihr 100jähriges Bestehen und nun gab es wieder einen Grund zum Feiern. Am 27. September 1964 weihte der damalige Apostel Ezra Taft Benson das Gemeindehaus und das wurde jetzt vom 19. bis zum 21. September 2014 gefeiert. Lothar und Martina Volmert hatten die Leitung des Planungskomitees und sie haben Ihren Auftrag sehr gut erfüllt.

    Lübeck:


    Gruppe der Stadtführung vor der Franke-Schule in Lübeck - (Foto von Marianne Dannenberg)

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    Schon am Freitag gab es einen Tanz durch die Jahrzehnte, am Samstag war das Gemeindehaus für alle offen, während zwei Gruppen interessante Führungen durch die Stadt Lübeck erlebten. Diese Führungen hatten einen historischen Hintergrund, denn der Weg führte zu den Schulen, die vor der Errichtung des Gemeindehauses von 1945 bis 1964 die Versammlungsorte der Gemeinde waren. Es waren das Katharineum, das Johanneum und die Franke-Schule; Schulen mit einem interessanten geschichtlichen Hintergrund. Von 1900 bis 1945 gab es unterschiedliche Versammlungsorte, auch im privaten Bereich.

    Der Samstag brachte einen Erinnerungsnachmittag und am Sonntag wurden die Versammlungen mit einem gemeinsamen Essen abgeschlossen.


    Fotoalben interessieren die Besucher sehr - (Foto von Marianne Dannenberg)



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    Zur Erinnerung an den Bau und das Gemeindeleben hatten Geschwister Friedrichs eine Präsentation vorbereitet und auf den Tischen lagen Fotoalben, die bei vielen Besuchern großes Interesse fanden.

    Was sehr verständlich ist, denn es waren außer Besuchern aus dem ganzem Pfahl auch ehemalige Mitglieder der Gemeinde gekommen.

    Das Gemeindehaus wurde auf einem ehemaligen Kleingartengelände gebaut. Um mit dem Bauen beginnen zu können, mussten Bäume gefällt und Stubben gerodet werden, was von den Mitgliedern vor und nach ihrer eigentlichen Arbeit gemacht wurde. Durch Eigenarbeit wurde viel Geld für den Bau gespart. Die 60ziger Jahre war die Zeit der Baumissionare, der älteste von ihnen war der damals fast 80jährige Bruder Gottlieb Wiborny. Als sich herausstellte, dass ein Keller zu kostspielig wurde, musste alles wieder zugeschüttet werden. Auch die Schwestern halfen mit Schaufel und Spaten. So entstand für alle eine wunderbare Beziehung zum neuen Gemeindeheim.


    Gemeindehaus in Lübeck - (Foto von Marianne Dannenberg)



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    Nach der Weihung hatten sie nun Platz für ihre Gottesdienste, für die Klassen und die Feste.  In den achtziger Jahren wurde der Platz knapp, es gab sogar Klassen auf dem Flur und in der Küche. Als endlich eine regelmäßige Anwesenheit von 100 Besuchern  in den Abendmahls-Versammlungen erreicht war, konnte 1984 ein Anbau geplant und durchgeführt werden. Damit standen der Gemeinde nun 10 Klassenräume zur Verfügung. Der damalige Bischof Axel Lutter sagte dazu, dass es wie im Paradies war.

    Nach diesen schönen Festtagen geht es wieder im gewohnten Betrieb weiter, aber es bleiben unvergessene Erlebnisse an eine schöne Zeit der Erinnerungen und des Wiedersehens mit  ehemaligen Freunden und Weggefährten.