Hauptnavigation überspringen

Wunder gibt es auch heute noch

von Mary Rordorf, Gemeinde Wettingen, Pfahl Zürich

Mary (c) Intellectual Reserve Inc.

Wettingen (DW): Am Donnerstag, 15. Juni 2017 fand im Gemeindehaus Wettingen eine besondere FHV Aktivität statt. Es sollte asiatisch gekocht werden. Am gleichen Abend geschah ein Wunder, das mein Leben veränderte.

Ich leide seit Lebzeiten an der heute bekannten Krankheit «Restless Legs» (Ruhelose Beine). Geerbt habe ich diese Krankheit von meiner Mutter und auch mein Onkel war davon betroffen, doch damals wurde diese Krankheit noch nicht erkannt. Bei mir ist diese Krankheit durch eine Operation im Jahre 1998 so richtig zum Ausbruch gekommen und ich wurde vier Jahre lang jede Nacht auf schlimmste Art geplagt.

Kein Arzt wusste, woher die Ursache stammte. Neurologen, Psychiater und Ärzte konnten mir nicht helfen,und ich nannte diese Krankheit einfach «Anfälle». So ein Anfall sieht wie ein Epilepsie- Anfall aus, was es aber nicht ist, das wurde von Neurologen und von der Epilepsie Klinik in Zürich klar festgestellt. Normalerweise kommen diese Anfälle nur nachts, ganz selten treten sie am Tag auf. Medikamente gegen Parkinson wurden verschrieben, da zwischen beiden Krankheiten viele Gemeinsamkeiten bestehen unter anderem auch, dass sie unheilbar sind. In der Regel spüre ich etwa zwei Stunden vor dem Anfall, dass einer kommt.

Am besagten 15. Juni 2017 hatten wir eine wunderbare Zeit in der FHV mit dem asiatisch Kochen. Gleichzeitig hatten die Brüder der Pfahlpräsidentschaft eine Sitzung im Gemeindehaus. Da passierte es: eine Schwester kam auf mich zu und wollte gerade fragen, wie es mir gehe, da bekam ich plötzlich einen Anfall und konnte nicht mehr antworten. Ich war zwar bei Bewusstsein, aber alle Muskeln verkrampften sich und ich konnte nur noch gebrochen sprechen.

Der Anfall riss mich zu Boden und es schüttelte mich so wie bei einem Epilepsie-Anfall. Normalerweise dauert so ein Anfall zwei bis drei Stunden. Im Intervall von einer Minute schütteln, drei Minuten liegen. Die Schwestern gaben sich grosse Mühe mir zu helfen, sie legten mir nasskalte Tücher in den Nacken und auf die Stirn und sprachen ruhig auf mich ein. Es brachte eine gewisse Erleichterung, aber nicht mehr.

Da fragte mich eine Schwester, ob ich einen Krankensegen möchte, die Brüder der Pfahlpräsidentschaft seien im Haus. Ich nickte mit dem Kopf und empfand den Krankensegen für mich wie ein grosses Geschenk.

Ein Bruder legte mir seine Hände auf den Kopf und salbte mein Haupt in Vorbereitung auf den Krankensegen mit geweihtem Öl. Dann erfolgte der eigentliche Segen. Während der Bruder den Segen sprach, beruhigte sich mein Körper sofort. Zwei Minuten später stand ich auf und fühlte mich total frei.

Ein paar Tage später fragte mich ein Bruder, ob eine Besserung der Krankheit eingetreten sei. Ich konnte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht beurteilen, beschloss aber die Medikamente nicht mehr zu nehmen.

Also ging ich ohne Medikamente ins Bett, und oh Wunder, nach 30 Jahren konnte ich das erste Mal ohne Schlaftabletten schlafen. Auch am nächsten Tag, und seither jeden Tag. Ich schlafe nicht nur ohne Beschweren, sondern ich spüre, dass die Krankheit weg ist, so wie ich vorher spürte, wann ein Anfall kam.

Ich kann nur sagen: Dank sei unserem wunderbaren Gott und seinem Sohn Jesus Christus, die für alle unseren kleinen und grossen Sorgen eine Lösung bereit haben.

Danke auch an Jesus Christus, dass er durch den Propheten Joseph Smith die Kirche wiederhergestellt hat, und dass das Priestertum dadurch wieder auf Erden ist. Dank auch an alle, die ihre Berufung in wahrer Liebe und zu Ehren unseres Vaters im Himmel ausüben.