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Weihnachtsfeier der Gemeinde Kassel

von Regina Kählich, Gemeinde Kassel, Pfahl Hannover

Weihnachtsfeier in Kassel

Kassel (MD): Für die Weihnachtsfeier der Gemeinde Kassel am 16. Dezember 2016 hatte sich das zuständige Komitee an das Musical „Vater Martin“, nach einer Legende von Leo Tolstoi und deren Vertonung von Rolf Krenzer und Siegfried Fietz gewagt. Die gesprochenen Passagen und den Charakter der Personen hatten die Darsteller selbst erarbeitet.

Zu Beginn sang der PV-Chor „Ein Mann wie Vater Martin“ mit einer russisch angehauchten Choreographie. Während sich Vater Martin in die biblische Weihnachtsgeschichte vertiefte, wurde sie vom Chor und Solisten besungen. Vater Martin überlegte, dass er Jesus gerne bei sich aufgenommen hätte. Er träumte von seinem eigenen Leben, begleitet vom Chor mit „Schlafe still und träume“ und Solos von seiner Zeit als Junge, Vater und Großvater. Dann verhieß ihm eine Stimme, dass Jesus ihn morgen besuchen würde.

Tags darauf beobachtete er die Straße, um Jesus nicht zu verpassen. Als Iwan, der Straßenkehrer, auftauchte, lud er ihn zu einer Tasse Tee ein. Dieser erinnerte sich an das „Besenkehrerlied“. Ein spezieller Genuss war es zuzusehen, wie Iwan seinem Partner die dazugehörigen Tanzschritte beibrachte.

Als nächstes spendierte Vater Martin einer armen Frau einen Teller heiße Suppe und schenkte ihrem Kind Schuhe. Mit dem Duett „Was braucht ein Kind zum Leben“ machten sie auf die Bedürfnisse von Kindern aufmerksam. Dann bekam Vater Martin mit, dass eine Marktfrau zum wiederholten Mal jemanden beim Stehlen erwischt hatte. Er fand heraus, dass die Familie des Mädchens Hunger litt, bezahlte den Apfel und erweichte dadurch das Herz der Marktfrau, die dem Kind einen weiteren Apfel schenkte.

Abends besang Vater Martin seine Enttäuschung mit dem Lied „Wärst du zu mir gekommen“. Doch da erschienen ihm die Besucher des Tages und erinnerten ihn, was er für sie getan hatte. Wieder ertönte eine Stimme, die Matthäus 25:31-40 zitierte. Seine Freude besang Vater Martin mit dem Lied „Du bist zu mir gekommen“, dessen Refrain vom Chor begleitet wurde.

Mit begeistertem Applaus endete zwar die Weihnachtsfeier, aber in der Folgewoche wurden wohl gefüllte Körbe zur „Kasseler Tafel“ gebracht. Die Besucher waren gebeten worden, Lebensmittel für die Bedürftigen unserer Region mitzubringen.