
Frerich Görts ist Rheinländer, auch wenn er während der Wirren des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1944 in Detmold in Westfalen geboren wurde. Er ist verheiratet mit Heidrun Görts, geborene Gerritzen, und lebt mit seiner Familie in Düsseldorf. Das Ehepaar hat eine Tochter und drei Söhne.
Nach seinem Studium der Staats- und Rechtswissenschaften an den Universitäten Marburg, Genf und Bonn absolvierte er sein Referendariat im Oberlandsgerichtsbezirk Düsseldorf. Sein Assessorexamen legte er 1973 ab.
Im gleichen Jahr begann er seine berufliche Laufbahn als Beamter des Höheren Dienstes bei der damaligen Deutschen Bundespost und war ab 1981 mit verschiedenen Tätigkeiten im Bundesministerium für Post und Fernmeldewesen betraut. 1985 wurde er persönlicher Referent und Leiter des Ministerbüros von Dr. Schwarz-Schilling. Ab 1. Januar 1990 leitete Frerich Görts als Ministerialdirektor die Zentralabteilung des Bundesministeriums für Post und Telekommuni¬kation. Von Mai 1990 bis August 1993 war er dort Staatssekretär.
In diese Wirkungsphase fiel die Wiedervereinigung Deutschlands und damit die gigantische Aufgabe, eine gemeinsame gut funktionierende postalische und telekommunikative Infrastruktur zu schaffen. Frerich Görts koordinierte die neugegründeten Unternehmen der ehemaligen Deutschen Bundespost und wickelte das Projekt in wenigen Jahren ab. 1993 wechselte er in die Deutsche Telekom als Vorstandsmitglied für Personal und Recht und verhandelte unter dem Druck des damals längsten Streiks der Deutschen Bundepost die Überleitung ihrer 600.000 Beschäftigten in die neuen Aktiengesellschaften. Von April 1996 bis September 1998 hatte Frerich Görts den Vorsitz der Geschäftsführung der Deutschen Telekom Immobilien und Service GmbH mit 13.000 Mitarbeitern und einem Firmenvermögen von 13 Milliarden Euro. Es schlossen sich Beratertätigkeiten an.
Parallel zu den beruflichen Aktivitäten nahm er ehrenamtliche Aufgaben in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wahr. Dabei stand er als Ortsbischof der Kirchengemeinde in Düsseldorf vor und übernahm die Aufgabe der Leitung eines Pfahles (Diözese). Im April 2006 wurde Frerich Görts in die dritthöchste weltweite Führungsebene der Kirche berufen und dient als Gebietssiebziger. Als solcher vertritt er die Kirche in Deutschland als Sprecher, ist aber auch in führender Position für Island, Dänemark, Ungarn und Rumänien zuständig.