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Gemeinden in Deutschland

Gemeindehäuser und Tempel - Kurzfilm

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Anfänge der Kirche in Deutschland

Als erste Deutsche wurden der ausgewanderte Jakob Zundel in Amerika und Alexander Nejbauer in England 1837 bzw. 1838 getauft.

Der Apostel Orson Hyde, der 1842 nach Regensburg kam, begann die Missionstätigkeit in Deutschland. Obwohl er nur zehn Monate bleiben konnte, versuchte er in dieser Zeit, die deutsche Sprache zu erlernen, um so mit seinen Predigten die Menschen in ihrer Muttersprache zu erreichen. Er fertigte eine deutsche Übersetzung eines Traktats an und unterrichtete später den Präsidenten der Kirche, Joseph Smith, in der deutschen Sprache.

Unter der Leitung des Missionars Johann Greenig entstand 1843 eine erste Gruppe von Mitgliedern in Hessen-Darmstadt.

Zu dieser Zeit wurde in Nauvoo, Illinois, USA, eine deutsche Gemeinde gegründet. Konrad Kleinmann gehörte zu den ersten deutschen Pionieren, die das Salzseetal erreichten.

1852 wurde die erste deutsche Gemeinde in Hamburg mit zwölf Mitgliedern gegründet. Im gleichen Jahr wurde in Hamburg auch die erste deutsche Übersetzung des Buches Mormon herausgegeben. Übersetzer waren John Taylor und George P. Dykes. Da die Mitglieder wegen ihrer Religionszugehörigkeit oft Probleme mit der Obrigkeit hatten und ins Gefängnis kamen, wanderten viele in die Vereinigten Staaten aus. 1854 wurde die Gemeinde Hamburg wieder geschlossen.

1855 wurde in Dresden eine Gemeinde mit Karl G. Mäser als Präsident gegründet. Auch hier wanderten Mitglieder nach Utah aus und die Gemeinde wurde 1857 wieder aufgelöst.

Karl G. Mäser, der in der Zwischenzeit in den Vereinigten Staaten ein bekannter Lehrer geworden war und später Mitbegründer der Brigham Young University wurde, kam 1867 als Missionar nach Deutschland zurück und wirkte in der 1860 gegründeten Gemeinde Karlsruhe. Über 600 Menschen wurden innerhalb von drei Jahren getauft. Viele von ihnen verließen Deutschland, um in Utah ihre Religion frei ausüben zu können.