Von Mensch zu Mensch - 17. März 2008 |

Eine Gemälde von Carl Heinrich Bloch ziert das Titelblatt der März-Ausgabe des Ensigns und des Liahonas. Aus Achtung vor dem Bild, auf dem der Heiland zu sehen ist, wurde der Titel der Zeitschrift auf ein transparentes Deckblatt gedruckt.

Ein Zeugnis von Präsident Gordon B. Hinckley, „Wir geben Zeugnis von Jesus Christus“, bildet den Anfang einer Reihe von Artikeln in der März-Ausgabe der Zeitschriften der Kirche, die den Mitgliedern helfen sollen, ihren Glauben an den Erlöser und ihre Liebe zu ihm zu vertiefen.
Jede monatliche Ausgabe des Ensigns und des Liahonas gibt Zeugnis vom Erlöser und seinem geistlichen Wirken. Wie einst Nephi reden, lehren und zeugen die Zeitschriften der Kirche von Christus.
In der März-Ausgabe wird es jedoch einen zusätzlichen Schwerpunkt geben. Diese Ausgabe, deren Zusammenstellung zwei Jahre gedauert hat, behandelt in der Hauptsache das Leben und das geistliche Wirken des Erretters. Damit werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen soll beim Leser das Zeugnis von Jesus Christus gestärkt werden, zum anderen hat man damit eine ansprechend geschriebene und gestaltete Veröffentlichung zur Hand, die man an Angehörige, Freunde und Nachbarn weitergeben kann.
„Diese besondere Ausgabe soll den Mitgliedern der Kirche und denen, die unserem Glauben nicht angehören, helfen, das Leben und die Mission des Herrn Jesus Christus besser zu verstehen und ein Zeugnis von seiner Göttlichkeit zu erlangen. Um das zu erreichen, konzentriert sie sich auf drei Aspekte, nämlich: Wer ist Jesus Christus? Was hat er getan? Was bedeutet sein Leben für mich persönlich?“, so Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel.
Wer sich die Seiten dieser Ausgabe zu Gemüte führt, lernt den Herrn besser kennen, spürt, wie sein Zeugnis von ihm wächst, hat den Wunsch, ihm nachzufolgen, und kann den verbreiteten Zweifeln daran, dass die Kirche eine christliche ist, besser entgegentreten, erläutert Elder Jay E. Jensen von den Siebzigern, einer der Herausgeber der Zeitschriften der Kirche.
„Größerer Glaube und der Wunsch, dem Herrn nachzufolgen“, seien die Ziele dieser Sonderausgabe, betonte er. Darüber hinaus, so fuhr er fort, bestehe große Hoffnung, dass die Mitglieder ihren Nachbarn, die keine Mitglieder sind, ein Exemplar in die Hand drücken, um Zeugnis zu geben, dass „wir Christen sind“.
Ein wunderschöner Ausschnitt des berühmten Gemäldes Christus mit einem Jungen von Carl Heinrich Bloch ist auf der Titelseite zu sehen. Da von einem Bild, auf dem der Erlöser zu sehen ist, nicht abgelenkt werden sollte, wurde über die Titelseite ein transparentes Deckblatt gelegt, durch das das Bild durchscheint. Der Titel der Zeitschrift ist auf das Deckblatt aufgedruckt.
Wenn in einer Zeitschrift der Kirche Bilder abgedruckt werden sollen, auf denen der Erlöser zu sehen ist, werden sie sorgfältig ausgewählt und von der Ersten Präsidentschaft genehmigt. Für die vorliegende Titelseite wurden mehrere hundert Bilder durchgesehen, eine Einigung wurde jedoch erst erreicht, als die Herausgeber und Grafiker das Bloch-Gemälde mit einem transparenten Überzug betrachteten.
„Das Bild strahlt Ehrfurcht aus“, meint Scott Van Kampen, der künstlerische Leiter des Liahonas. „Es wirkt so, als stelle es Augenkontakt zum Leser her. Es fördert persönliche Offenbarung und die persönliche Beziehung zum Erretter.“
Die Ausgabe beginnt mit einem Zeugnis von Präsident Gordon B. Hinckley, das noch vor seinem Tod gedruckt wurde. „Niemand kann ganz erfassen, wie groß sein Leben, wie erhaben sein Tod und wie umfassend sein Geschenk an die Menschheit war“, so seine Worte.
Präsident Boyd K. Packer vom Kollegium der Zwölf Apostel behandelt die Frage: „Wer ist Jesus Christus?“ Präsident Packer nennt die Tugenden des Heilands und beschreibt dann einen Moment voller Anspannung, als der Erlöser von Pilatus verhört wurde. Im Angesicht von Schmähung und Hohn blieb er ruhig und fügsam – bis auf einen hochdramatischen Augenblick.
„Man kann sich die ruhige Würde, mit der der Herr sprach, nur vorstellen: ‚Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre.?“
Präsident Packer schließt mit den Worten: „Ich kann Ihnen meine Gefühle über das Sühnopfer nicht mitteilen, ohne zutiefst bewegt zu sein. Es weckt tiefste Gefühle der Dankbarkeit und Dankesschuld. Meine Seele verlangt nach ihm, der es vollbracht hat.“
Weitere Artikel, die ebenfalls von führenden Brüdern der Kirche verfasst wurden, beleuchten den Glauben an Jesus Christus, das Sühnopfer, und wie man ein Zeuge Christi wird. Präsident Henry B. Eyring, Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, schreibt: „‚Kommt zu Christus‘ – diese Worte laden ein. Sie bilden die wichtigste Einladung, die man an jemanden richten kann. …
Uns allen muss viel daran liegen, dass wir herausfinden, wie man diese Einladung wirkungsvoll ausspricht.“
Den Herausforderungen zum Trotz, die mit der Herstellung eines solch vielschichtigen Produkts einhergehen, bietet die März-Ausgabe des Ensigns und des Liahonas ein herausragendes Lesevergnügen, bei dem Gedanken nahtlos in Inspiration übergehen.