Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

MUSIC & THE SPOKEN WORD

Die erste Radiosendung des Tabernakelchores wurde am 15. Juli 1929 ausgestrahlt. Dabei teilten sich Orgel, Chor und Ansager ein einziges Mikrofon. Heute, nach mehr als 75 Jahren und über 4000 Sendungen, ist Music and the Spoken Word die älteste immer noch im Programm befindliche und landesweit übertragene Rundfunksendung Amerikas.

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Geschichte

Music and the Spoken Word ging erstmals am 15. Juli 1929 -- es war ein heißer Sommernachmittag -- im Tabernakel auf dem Tempelplatz auf Sendung. Der Ansager stieg auf eine Leiter, um in das einzig vorhandene Mikrofon zu sprechen, das an der Decke hing. Er verharrte das ganze halbstündige Programm über auf der Leiter. Einem Tontechniker wurde per Telegraf mitgeteilt, wann es losgehen sollte. Dem Ansager wurden Handzeichen gegeben. Dann begann er: „Vom Knotenpunkt des Westens begrüßen wir Sie mit einem Programm inspirierender Musik und dem gesprochenen Wort.“ Mit diesen Worten, die erstmals vor über siebzig Jahren gesprochen wurden, wird das Programm noch heute eröffnet.

Heute ist Music and the Spoken Word die weltweit älteste noch immer im Programm befindliche Rundfunksendung und wird von über 2000 Radio- und Fernsehsendern sowie Kabelsystemen übertragen. Sie wurde von verschiedenen Orten in den Vereinigten Staaten und in aller Welt ausgestrahlt. Schon die Erstausstrahlung des Programms war ein prompter Erfolg. Der Vorsitzende des Rundfunknetzes schrieb in einem Telegramm: „Ihr ausgezeichnetes Programm aus dem Tabernakel macht in New York großen Eindruck. Habe von führenden Geistlichen gehört. Alle sind von dem Programm beeindruckt. Erwarte gespannt die nächste Sendung.“ Das Programm war gut aus den Startlöchern gekommen. Anlässlich des 25. Jahrestags der Erstausstrahlung der wöchentlichen Sendung Music and the Spoken Word schrieb das Life Magazine 1954 folgendes über das Vermächtnis des Programms: „Wer dieses Programm kennt, … muss nicht durch Argumente überzeugt werden, es sich anzuhören. Millionen haben es gehört, und wir hoffen, dass in den kommenden Jahren noch viele weitere Millionen es hören werden. Es hat seinen festen Platz in unserem Land, und wir können stolz darauf sein. Inmitten all der Höhen und Tiefen, Irrungen und Wirrungen der letzten 25 Jahre hat diese Sendung den Lauf der Geschichte begleitet. Es hat Menschen geistig erbaut und getröstet und eine Generation nach der anderen Gott näher gebracht.“

Seit 1929 wurden jede Woche Kinderohren an das Radio gepresst, stellten Seniorenhände einen vertrauten Sender ein und erwartungsvolle Augen hielten nach einem guten Freund Ausschau: der Sendung des Chores mit „Musik und dem gesprochenen Wort“. Und wenn sich Zeiten und Technik auch gewandelt haben, in der Sendung geht es im Wesentlichen immer noch um dasselbe. In einer Welt voller Lärm und Ablenkung bleibt Music and the Spoken Word eine willkommene Atempause. Die Sendung ist ein Hoffnungsstrahl, der einem aufgewühlten Herzen Ruhe bringt und Freude schenkt. Nun, da unser Programm seit 75 Jahren beständig auf Sendung geht, schauen wir in die Zukunft und halten -- wie jeden Sonntag -- inne, um zu sagen: „Friede sei mit Ihnen ... heute und alle Tage.“