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Stimmen von Heiligen der Letzten Tage

Glaube, Arbeit und Geduld

Das Bild mit dem Vermerk, dass Onkel Thomas aus London zu Besuch in Hamburg war.
Das Bild mit dem Vermerk, dass Onkel Thomas aus London zu Besuch in Hamburg war. Im Besitz der Familie Otzmann

Seit über 30 Jahren suchte ich mehr Informationen über meinen Ururgroßvater Oetzmann, der aus dem Lüneburgischen als Schneider nach England emigrierte und als der Stammvater des englischen Familienzweiges gilt.

Mein Urgroßvater Benjamin kam aus England zurück nach Hamburg und es gibt ein Bild mit dem Vermerk, dass Onkel Thomas aus London zu Besuch in Hamburg war (siehe Titelbild). Die Familie breitete sich in England weiter aus, aber wo waren die Wurzeln?

Aus einem Heftchen “Zur Geschichte der niedersächsischen Sippe Oetzmann von 1340 – 1810“ wusste ich, dass ich in Lüneburg suchen musste. Also bestellte ich mir alle sechs Microfilme, die von dort verfügbar waren.

Viele Wochen durchforstete ich sie, fand jedoch keinen Anhalt. Dann bekam ich den Tipp, ich solle in Verden an der Aller suchen. So bestellte ich wieder sechs Microfilme, fand aber nichts. Ich wollte jedoch nicht locker lassen.

Dann hörte ich von dem Family Search Partner „Ancestry“ und meldete mich da an. Aber irgendwie klappte das alles nicht, bis sich mein Herz in Salt Lake City öffnete. Dort im Gebäude für Familiengeschichte sprach ich im Oktober 2016 vor.

Zunächst wurde ich von einem Ansprechpartner an den nächsten verwiesen. Leider konnte mir niemand direkt helfen, allerdings kannten die Helfer immer jemanden, von dem sie meinten, er könne besser helfen.

Schließlich wurde mir auf eine wundersame, liebevolle Weise vom vierten Helfer geholfen. Wir fanden Daten über die erste Ehefrau von Henry. Diese Daten waren auf einer Diskette, die es nur in Salt Lake City gibt.

Mein Probleme mit „Ancestry“ trug ich vor und es wurde mir eindringlich geraten, meinen Zugang in Amerika freischalten zu lassen. Die Freischaltung erfolgte nach weiteren drei Telefongespräche, die meine Geduld weiter auf die Probe stellten. Schließlich fand ich durch diesen Zugang zu „Ancestry“ einen Cousin in England, der mir Daten zukommen ließ, die ich seit über 30 Jahren suchte!

Oh, wie glücklich und dankbar war ich nun. Jetzt konnte ich meinen Urgroßvater Benjamin seiner richtigen Mutter zuordnen, und lernte, dass Henry wieder nach Deutschland kam, als Invalide, da er bei der Schlacht von Waterloo verletzt wurde. Jetzt weiß ich, wo ich weiter forschen kann.

Familienforschung ist eine wunderbare Arbeit. Das Tempelwerk verbindet Familien für alle Zeiten. Wenn ich auch meinen Großvater Richard Otzmann und seinen Vater Benjamin und seinen Großvater Henry nicht persönlich kenne, so fühle ich doch die Herzensverbundenheit, ihre Gebete für mich und meine Nachkommen, und wir werden uns dereinst mit großer Freude begegnen.

Dafür hat sich das Leben auf dieser Erde schon gelohnt! Ich hoffe, dass ich noch viel hier für die Erlösung meiner Vorfahren tun kann.

Eifer und Fleiß, Glauben und Vertrauen in den Herrn sind der Motor.