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Das Leben des Joseph Smith: Die erste Vision

Wie die erste Vision die Welt veränderte

Als Joseph Smiths betete, weil er wissen wollte, welcher Kirche er sich anschließen solle, erschienen ihm Gottvater und Jesus Christus Zehn Jahre später gründete Joseph Smith die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, manchmal auch Kirche der Mormonen genannt.
Als Joseph Smiths betete, weil er wissen wollte, welcher Kirche er sich anschließen solle, erschienen ihm Gottvater und Jesus Christus. Zehn Jahre später gründete Joseph Smith die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch Kirche der Mormonen genannt.

Wer war Joseph Smith?

Wer schon einmal von den Mormonen gehört hat, fragt sich womöglich, wer die Kirche der Mormonen gegründet hat. Joseph Smith Jr. ist wahrscheinlich am ehesten dafür bekannt, dass Gott durch ihn seine wahre Kirche wiederhergestellt hat – die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch Kirche der Mormonen genannt. Doch lange bevor er als Begründer einer weltweiten religiösen Bewegung bekannt wurde, war Joseph Smith ein einfacher Junge, der schlicht wissen wollte, welcher Kirche er sich anschließen sollte.

Wie wurde Joseph Smiths Interesse an Religion geweckt?

Als Erwachsener sagte Joseph zurückblickend: „Als ich etwa zwölf Jahre alt war, wurden meine Gedanken sehr von der alles überragenden Sorge um das Wohlergehen meiner unsterblichen Seele in Anspruch genommen.“ („History, circa Summer 1832“, Seite 1f., josephsmithpapers.org.) Als Heranwachsender lebte Joseph mit seiner Familie in einer ländlichen Gegend im Bundesstaat New York, deren Bewohner für ihren religiösen Eifer bekannt wurden. Palmyra – der Ort, in dem Joseph und seine Familie wohnten – galt mitsamt seiner Umgebung als „verbrannter Bezirk“, da wiederholt Erweckungsbewegungen die Region überzogen hatten (siehe „Berichte über die erste Vision“, Evangeliumsthemen, topics.lds.org).

 

Joseph fand diesen religiösen Aufruhr ebenso bewegend wie verwirrend und wollte wissen, welche der vielen um Bekehrte ringenden Glaubensgemeinschaften die wahre Kirche Gottes war (siehe Steven C. Harper, „Die erste Vision: Eine Schilderung anhand der Berichte von Joseph Smith“, history.lds.org; siehe auch Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:9,10). Der zu dieser Zeit 14-jährige Joseph suchte in der Bibel nach Antworten. Inspiriert von Jakobus 1:5, wo es heißt: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten“, ging Joseph in der Nähe seines Elternhauses in den Wald, um im Gebet Antworten zu finden (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:11-15).

Als Joseph Smiths betete, weil er wissen wollte, welcher Kirche er sich anschließen solle, erschienen ihm Gottvater und Jesus Christus. Zehn Jahre später gründete Joseph Smith die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch Kirche der Mormonen genannt.

Was ist die erste Vision?

Nachdem Joseph in den Wald gegangen war, kniete er sich an einer abgeschiedenen Stelle nieder und begann, zum ersten Mal in seinem Leben laut zu beten (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:14). Doch kaum hatte der junge Joseph mit dem Beten begonnen, konnte er kein weiteres Wort sagen. Er schilderte dies so: „Kaum hatte ich [angefangen zu beten], wurde ich sogleich von einer Macht gepackt, die mich gänzlich überwältigte und eine so erstaunliche Wirkung auf mich hatte, dass sie mir die Zunge lähmte und ich nicht sprechen konnte.“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:15.) Joseph berichtete zudem, dass sich dichte Finsternis um ihn zusammenzog, sodass er fürchtete, er werde vernichtet (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:15).

 

Angesichts des überwältigenden Widerstands und der Finsternis betete Joseph noch eindringlicher. Daraufhin erlebte er eines der größten Wunder der Neuzeit. Die Mormonen nennen es die erste Vision. Über diese Erfahrung sagte Joseph später: „Ich nahm … alle Kraft zusammen und rief Gott an, er möge mich aus der Macht dieses Feindes befreien, der mich gepackt hatte; und gerade in dem Augenblick, wo ich in Verzweiflung versinken und mich der Vernichtung preisgeben wollte … sah ich gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht, die allmählich herabkam, bis sie auf mich fiel. Kaum war sie erschienen, da fand ich mich auch schon von dem Feind befreit, der mich gebunden gehalten hatte. Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16,17).

 

Die Heiligen der Letzten Tage sind davon überzeugt, dass bei Joseph Smiths erster Vision sowohl Gottvater als auch Jesus Christus zu ihm sprachen und ihn anwiesen, sich keiner der Kirchen anzuschließen, die es zu der Zeit auf Erden gab, da „keine davon von Gott als seine Kirche und sein Reich anerkannt wurden“. Sie verhießen Joseph, dass „ihm die Fülle des Evangeliums zu einem späteren Zeitpunkt kundgetan werden“ würde (Joseph Smith, „Church History“, Times and Seasons, 1. März 1842, Seite 707, josephsmithpapers.org). Die Heiligen der Letzten Tage glauben, dass die Fülle des Evangeliums durch Joseph Smith wiederhergestellt wurde, als der Herr durch ihn zehn Jahre später die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gründete.

Die Glaubensgemeinschaft der Mormonismus nahm ihren Anfang, als Gottvater und Jesus Christus Joseph Smith erschienen. Erfahren Sie mehr über Joseph Smiths beeindruckende erste Vision.

Die Heiligen der Letzten Tage glauben, dass die Fülle des Evangeliums durch Joseph Smith wiederhergestellt wurde.


Warum ist die erste Vision für die Mormonen wichtig?

Die Heiligen der Letzten Tage betrachten Joseph Smiths erste Vision als den wesentlichen ersten Schritt auf dem Weg zur Gründung ihrer Kirche. Aus der ersten Vision ergeben sich zwei Wahrheiten, die von zentraler Bedeutung für die Lehre der Mormonen sind. Erstens: Gott und Jesus Christus sind zwei voneinander getrennte Wesen und haben beide einen vollkommenen, verherrlichten Körper. Zweitens: Gott offenbart der Menschheit seinen Willen auch heute noch.

 

Nach der ersten Vision übersetzte Joseph Smith das Buch Mormon, eine heilige Schrift aus alter Zeit, die von Jesus Christus handelt. Er stellte das wahre Priestertum und die Siegelungsmacht wieder her, die es Familien möglich macht, auch nach diesem Leben zusammen zu sein, und er empfing viele weitere Offenbarungen von Gott. Für die Heiligen der Letzten Tage war Joseph Smith wahrhaftig ein Prophet Gottes.

Wie kann ich mehr erfahren?

Mehr über Joseph Smiths beeindruckendes Leben und seine Mission erfahren Sie auf mormon.org